AK Preistest: Nachzipf - Preise für Nachhilfe um 12% gestiegen!

Für viele Kinder und Jugendliche sind die Ferien getrübt: Rund 14.500 Schüler in Wien werden ein oder mehrere Fünfer im Zeugnis haben, davon rund 8.000 mindestens zwei Nicht Genügend. 12.000 werden sich auf eine Nachprüfung vorbereiten. Nachhilfe ist angesagt. Wer in den Sommerferien für sein Kind einen Intensivkurs bucht, muss für Einzel-Nachhilfe mit durchschnittlich knapp 28 Euro in der Stunde rechnen, in der Gruppe mit rund 16 Euro.

Die Arbeiterkammer hat die Preise von 22 Lerninstituten in der Bundeshauptstadt evaluiert. Die Preise sind heuer laut AK um rund zwölf Prozent höher als im Vorjahr.

Teure Nachhilfe - was Eltern beachten sollten:
- Fragen Sie Freunde, Bekannte oder andere Eltern nach guten Erfahrungen mit Nachhilfe-Instituten.
- Ein Preisvergleich lohnt sich! Kurse mit einer größeren Anzahl an Unterrichtseinheiten sind meist günstiger. Es gibt auch gute Angebote mit wenigen Unterrichtseinheiten.
- Verhandeln Sie mit dem Nachhilfe-Institut über den Preis. Achten Sie darauf, ob auch lerntypgerechtes Lernen und Erziehung zum selbstständigen Lernen angeboten wird.
- Achten Sie auf die Dauer der Unterrichtseinheiten - sie gehen von 45 bis 100 Minuten! Lernpsychologisch ratsam sind 45 bis 50 Minuten, danach eine zehnminütige Pause.
- Fragen Sie beim Gruppenunterricht nach der Anzahl der Schüler. Der Lernerfolg ist meist schlechter, wenn zu viele Kinder in der Gruppe sind. Erkundigen Sie sich auch nach der Lernstufe der Schüler. Der Lernerfolg kann etwa bei Mathematik schlechter sein, wenn das Alter der Schüler zu unterschiedlich ist. Bei Sprachen hingegen können mitunter die Kinder unterschiedlichen Alters voneinander profitieren.
- Vereinbaren Sie einzelne Probestunden oder fragen Sie nach Gratis-Probestunden, bevor Sie Ihr Kind in einen längerfristigen Kurs geben. Es bringt nichts, wenn sich Ihr Kind nicht wohl fühlt.

Info: Hier finden sie die Erhebung "Intensivlernen in den Sommerferien 2011 - Nachhilfe-Institute" AK Wien