Das gesunde zu Hause für Kinder

Baby - © "die umweltberatung"  Wie schütze ich meine Kids vor Giftstoffen im Haushalt? Diese Frage stellen sich immer mehr Eltern. Rat gibt nicht nur eine Broschüre von "die umweltberatung", sondern auch die CPCHE - Canadian Partnership for Children's Health & Environment. Die kanadischen Experten haben fünf Grundregeln für ein gesünderes zu Hause erarbeitet.

Staub reduzieren
"Hausstaub gehört zu den wichtigsten Berührungspunkten von Kindern mit Gefahrenstoffen", so Bruce Lanphear, kanadischer Experte für Umweltgesundheit.

Da Kinder öfter die Hand in den Mund führen, erhöhe sich das Kontaktrisiko zusätzlich, weshalb Regel Nummer Eins das regelmäßige Saugen oder feuchte Bodenwischen sei. Auch die Matte zum Fußabstreifen bei der Wohnungstür und das Schuhausziehen hätten ihre Berechtigung.

Putzmittel - es muss nicht immer die Chemiekeule sein

Reinigungsmittel als mögliche Giftquelle: "Am besten, man verzichtet auf Produkte mit Gefahrensymbolen. Das ist außer beim Waschpulver - das immer reizend wirkt - überall problemlos möglich", erklärt Andrea Husnik vom Fachbereich Reinigung bei "die umweltberatung". Essig- und Zitronenreiniger eigen sich für Klo und Bad, zudem kann Mechanik oft Chemie ersetzen, wie etwa ein angefeuchtetes Mikrofasertuch gute Dienste leistet. Antibakterielle oder chlorhältige Produkte sind laut Husnik unnötig.

Vorsicht bei Renovierung

Oft übersehen werden Chemikalien, die bei Renovierungen frei kommen. Schwangere Frauen und Kinder sollten sich lieber fernhalten, um nicht mit schadstoffhältigem Staub und Giften aus Farben, Dämm- oder Klebstoffen in Berührung zu kommen. Damit sich derartige Partikel nicht im ganzen Haus verbreiten, den Raum mit Planen abdichten und später saubermachen und vor allem gut lüften.

Plastik und Lebensmittel
Im Umgang mit Plastik fordern die Experten kritischen Einsatz, speziell wenn es um Kindernahrung geht. "Kein Plastik in die Mikrowelle", so der Rat der Experten, da beim Erhitzen selbst bei als dafür tauglich gekennzeichneten Behältern Bestandteile freikommen. Meiden solle man vor allem Produkte aus Polyvinylchlorid und Polycarbonat, letztere aufgrund des hormonell wirksamen Bisphenol-A. "die umweltberatung" rät zu Glasflaschen als sichere Plastik-Alternative. Wenngleich Lebensmittelverpackungen streng auf Schadstoffe kontrolliert werden, seien offene Lebensmittel - auch ökologisch - zu bevorzugen.

Auf gute Luft achten

Während die kanadischen Wissenschaftler vor dem Quecksilber-Gehalt mancher Fischarten warnen, stellt sich dieses Problem aus europäischer Sicht weniger. "Als fünfte Maßnahme sollte man auf gute Luft in Innenräumen achten - vor allem durch Rauchverzicht oder richtiges Lüften zur Verhinderung von Schimmelbildung", so Husnik. Auch der Verzicht auf kabellose Elektrogeräte im Kinderzimmer sei ratsam, um die Elektrosmog-Aussetzung zu minimieren.

die umweltberatung - gratis Broschüre zum Download

Die Broschüre "Das ökologische Kinderzimmer - Ein gesundes Nest für unsere Kleinen" gibt viele praktische Tipps, damit Kinder gesund aufwachsen. Die Themen von A bis Z für ein ökologisches Kinderzimmer: Raumgestaltung, Ausmalen, Einrichten, Einkleiden, Energie sparen, Elektrosmog, Heizen, Körperpflege, Lüften, Reinigung, Spielzeug und Zimmerpflanzen.
Eine Übersicht der häufigsten Schadstoffe in Innenräumen und die Darstellung der wichtigsten Gütesiegel ergänzen die Informationen.
 
Links:
www.umweltberatung.at, www.healthyenvironmentforkids.ca