"Frühe Hilfen" für junge Eltern und Familien

Nach zweijähriger Pilotphase bietet das Land Vorarlberg nun landesweit die "Frühen Hilfen" an, ein Programm zur vorbeugenden und begleitenden Unterstützung von Eltern in der Zeit der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren der Kinder. Derzeit werden 189 Familien im Rahmen dieses Angebotes gezielt begleitet.

Dabei geht es insbesondere um Eltern, die sich in belastenden bzw. belasteten Lebenslagen befinden, etwa weil sie mit materiellen oder emotionalen Sorgen zu kämpfen haben. "Ziel der 'Frühen Hilfen' ist es, solche Familien zu erkennen, zu erreichen und helfend einzugreifen", sagte Landesrätin Greti Schmid bei der Präsentation des Modells.

Vernetzung zum Wohl der Kids

Das Modell nützt und forciert die enge Vernetzung und Zusammenarbeit der vielfältigen Sozial- und Gesundheitsdienste in Vorarlberg, um für die betroffenen Familien bestmöglich koordinierte Unterstützung anbieten zu können. Es baut auf drei Stufen auf:
Früherkennung in den Geburtenstationen der Spitäler, bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie durch die Hebammen
- Abklärung, Vernetzung und Vermittlung im Rahmen des "Netzwerkes Familie", einer Kooperation zwischen aks Gesundheitsvorsorge, Vorarlberger Kinderdorf und der Fachgruppe der niedergelassenen Kinder- und Jugendfachärzte in allen vier Bezirken des Landes. Im Anlassfall wird auch die Jugendwohlfahrt frühzeitig informiert und bei Bedarf einbezogen.
- Konkrete Intervention und Unterstützung z.B. durch die aufsuchende Elternberatung der connexia und/oder das Projekt "früh.start" der IfS-Familienarbeit.