Neues Gütesiegel für die Ausbildung von Tagesmüttern und Tagesvätern

Das Familienministerium schafft für die Ausbildungslehrgänge von Tagesmüttern und Tagesvätern ein neues Gütesiegel. "Damit wollen wir den Eltern die Gewissheit geben, dass ihre Kinder von einer qualitativ gut ausgebildeten Person betreut werden. Umfangreiche Qualitätsstandards stellen sicher, dass sich die Kinder in guten Händen befinden", betont Familienminister Reinhold Mitterlehner. "Gleichzeitig soll das Gütesiegel auch als Orientierungshilfe bei der Auswahl der richtigen Tagesmütter dienen. Es erhöht nämlich die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Betreuungsangebote", so Mitterlehner.

Voraussetzung für die Verleihung des Gütesiegels ist die Schulung der angehenden Tagesmütter auf Basis eines neuen Curriculum, das vom Familienministerium gemeinsam mit Experten entwickelt wurde. Dieses wurde allen Ausbildungsträgern sowie den Bundesländern als freiwilliges Angebot zur Umsetzung geschickt. Derzeit sind die Ausbildungsstandards in den Bundesländern noch sehr unterschiedlich.

Das neue Curriculum umfasst insgesamt 300 Unterrichtseinheiten, wovon 220 Einheiten als Theorie und 80 als Praktikum zu erbringen sind. Geregelt werden darin die Lernziele und Lehrinhalte, die Aufnahmevoraussetzungen, die Lehrgangsabschlusskriterien, die Rahmenbedingungen sowie die Qualitätssicherung der Referenten, Trainer und Praktikumstagesmütter/-väter.